MicroMountains Applications AG

 

Pressekonferenz 2007 der MicroMountains Applications AG

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Vor einem Jahr ist das Applikationszentrum MicroMountains Applications AG an den Start gegangen. Jetzt präsentierte Vorstand Thomas Link in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarz-wald-Baar-Heuberg eine Anfangsbilanz. Bisher sind zehn Projekte mit einem Projektvolumen von 6,7 Millionen Euro realisiert worden.

Die MicroMountains Applications AG ist aus dem Verein MicroMountains Network hervorgegangen. Ziel des Dienstleisters ist es nach Angaben von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Mikrotechnologien zügig zur industriellen Anwendung zu bringen. Die im Villinger IHK-Gebäude ansässige Projektsteuerungsfirma mit vier Beschäftigten will besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, die Chancen der Mikrosystemtechnik zu nutzen. „Wir sind gut aufgestellt", sagte Vorstand Thomas Link jetzt in einer ersten Bilanz nach der Aufbauphase.

Die MicroMountains Applications AG ist eines von sechs Zentren bundesweit und das erfolgreichste, welches das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung fördert. Über einen Zeitraum von fünf Jahren stehen für das Zentrum in VS fünf Millionen EurozurVerfügung. Dassfür die ersten beide Jahre (2007 bis 2009) bereits Fördermittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro fließen, wertete Professor Dr. Holger Reinecke, Leiter des Mikroinstitutes der Hahn-Schickard-Gesellschaft (HSG-IMIT) in Villingen-Schwenningen, als Zeichen für die erfolgreiche Arbeit. „Das bedeutet, dass heute schon die Industrie den Löwenanteil der Finanzen einbringt."  Weitere Projekte mit einem Volumen von 1,5 bis zwei Millionen Euro habe das Applikationszentrum in Aussicht.

Eine der Stärken von MicroMountains Applications ist nach Aussage von Link die enge Kooperation mit dem Institut für Mikrosystemtechnik der Uni Freiburg, der Hochschule Furtwangen und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Hauptbereiche sind Fragestellungen in den Bereichen Mikro-, Medizin- und Kunststofftechnik.
Mit einem umfassenden Projekt- und Innovationsmanagement will man vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen unter die Arme greifen.

„Viele Ideen erreichen nicht die Serienreife, weil es beim Know-how oder am Budget hapert", berichtete Thomas Link. Hier setze die Aktivität des Applikationszentrums an. Bei den zehn Projekten kommen 80 Prozent der Projektpartner aus dem Mittelstand. Der Schwerpunkt der Unternehmen liege in Baden-Württemberg. Bei der weiteren Akquise habe sich ein weiterer Schwerpunkt in der Region herauskristallisiert.

Chancen auf neuen Märkten
Dr. Andreas Pojtinger von der Firma „2e-mechatronic" aus Wernau (60 Mitarbeiter) sowie Karl-Rudolf Hopt von Hopt und Schuler Rottweil (150 Mitarbeiter) erläuterten als Projektpartner die Anforderungen an das und die Zusammenarbeit mit dem Zentrum. „Häufig klaffte eine Lücke zwischen der Prototypen- und der Serienentwicklung, da sind die Asiaten mutiger", sagte Dr. Pojtinger. Die Firma Hopt und Schuler fertigt Schalter, Chipkarten- Kontaktier- und Lesesysteme. Hilfe erhielt das Unternehmen laut Geschäftsführer Hopt bei der Entwicklung eines optischen Encoders, der leistungsfähiger und robuster ist als die bisherigen elektromechanischen Encoder. Hopt: „Von diesem neuen Markt versprechen wir uns viel für die Zukunft."

 
 
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